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Labor< Betondose

Folge 3 | 23. August 2015

Werkstattbesuch in Hartmannsdorf

Die Betondose geht weiter ihren Weg in die Produktion. Für die genauere Planung des Holzdeckels (und weil ich es liebe, in Werkstätten zu schauen) besuchte ich den Tischlermeister Hendrik Büttner in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Dörflich sieht es hier auf den ersten Blick jedoch nicht aus: Von der naheliegenden Autobahn kommend, begrüßt der Ort mit einer stattlichen Industrieansiedlung. Nach der Wende ist vor den Chemnitzer Toren einiges gewachsen, so auch das Tischlereigebäude der Büttners.

Die Familie arbeitet bereits in der vierten Generation mit Holz. Aus Urgroßvaters Zeiten ist noch eine gusseiserne Bohrmaschine vorhanden. Die weiträumige, helle Produktionsstätte bestimmt aber schon längst ein moderner Maschinenbestand, der für große Formate ausgelegt ist. Das Materiallager zeigt eine breite Auswahl von beschichteten Platten und ein genauso farbenfroh bestücktes Regal mit passenden Umleimkanten – individueller Ladenbau hat sich zum Hauptarbeitsfeld entwickelt. Die Bearbeitung von Vollholz ist in dieser Werkstatt in ebenso guten Händen. Im vergangenen Jahr schloss Hendrik Büttner seine Meisterausbildung mit einem Eichenholz-Schreibtisch ab, der ohne Metallteile – nur mit raffinierten Holzsteckverbindungen – aufgebaut wird.

Das lebendig und groß gemaserte Eichenholz ist auch die Wahl für den Dosendeckel. Die Verwandlung von der Holzbohle zum fertigen Partner des Betonbehältnisses erfordert mehr Arbeitsschritte, als von mir angenommen. Mit der Hobelmaschine wird das „Brett“ auf die gewünschte Stärke von 14 mm gebracht und dem Werkstück eine geschlossene Oberfläche verliehen. Rund wird das Holz an der Tischfräse. Weil das Griffloch im Deckel nicht in der Mitte sitzt, braucht es dafür allerdings noch eine Schablone. Diese wird für den Arbeitsgang an der Fräse aufgeschraubt.

Anschließend geht es noch an die Oberflächenveredelung der Deckel, die mit einer farblosen Grundierung beginnt. Für mehr spielerische Abwechslung wird danach eine Seite weiß lackiert (so verschwinden gleichzeitig die Befestigungslöcher der Schablone), die andere Seite bleibt hölzern. Die Holzflächen brauchen auch noch eine finale Versiegelung, weil sich bei einseitiger Lackierung das Werkstück mit der Zeit verbiegen würde. Zudem beinhaltet Eichenholz Gerbsäure, die unbehandelt zu schwarzen Fingern führt. Ein matter Klarlack bietet den nötigen Schutz, bringt die Maserung schön zur Geltung und macht sich darüber hinaus nahezu unsichtbar.

Für den Startschuss zur Deckelherstellung wird nun noch abgewartet, bis das erste Betonunterteil in Hartmannsdorf eingetroffen ist, damit die Deckel-Maße auch genau und mit den optimalen Toleranzen angepasst werden können. Als Vorlage für die weiteren Schritte in der Betonwerkstatt entsteht zurzeit ein 3D-Druck-Modell. Darüber werde ich in Kürze berichten.


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